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videostills aus multimedialer Installation "heute tätowiere ich mich"  

"Heute tätowiere ich mich"

Unter dem postmodernen Signum einer "Wiederkehr des Körpers" stellt die Diskussion um das Wissen der Oberflächen ein zentrales Thema für die Arbeiten von Sue Mandewirth dar. Das Ensemble "Bilder die unter die Haut gehen" beschäftigt sich in unterschiedlicher medialer Präsentation mit der Ästhetik des Tattoo. Dabei wird die Haut als Hülle, Maske, aber auch als Träger für Zeichen uns Symbole begriffen, im übertragenen Sinne  als "Synonym für das ich". Die Haut als Grenze zwischen dem Innenleben und der Außenwelt, zwischen Privatheit und Öffentlichkeit ist für Sue Mandewirth ein metaphorischer Begriff, mit dem sowohl die reale, als auch die gedankliche Bekleidung verbunden werden kann. Ob Tätowierungen auf kleinen Schweinehautstückchen oder computeranimierter Hautbeschriftungen -spielerisch und zugleich kritisch hinterfragen ihre Arbeiten mit dem Mittel der Tätowierung den heutigen Stellenwert des Körpers. Interessanterweise werden ihre Hauterkundungen dabei nie existentiell, sondern sind stilistisch ganz der Pop Art verpflichtet, einem ironischen Begriff von Pop, welcher nach allen Seiten hin ein offenes Programm der Oberflächenbejahung unter dem Gesichtspunkt gesteigerter Selbsterfahrung ist. Die Qualität der künstlerischen Sprache, die Fähigkeit, Konzept und Körperlichkeit in Einklang zu bringen, wird bei dem Video von Sue Mandewirth besonders deutlich, da wir einer Selbsttätowierung der Künstlerin eines Ornaments von John Lennon`s Rolls Royce im typischen Stil der 60er Jahre-Filme zuschauen können.


Werner Marx, Kunsthistoriker 

videostills "oh weh ich komm zu spät"  

"Oh weh ich komm zu spät"

"Oh weh ich komm zu spät" ist eine Hommage an Lewis Carroll`s "Alice im Wunderland".

Der Zahn der Zeit, das Leben im industriellen Ballungsraum, die Vereinsamung, das hektische Umherirren auf unnatürlichen Wegen, sowie das Durchgehen von fremden Türen ist gekleidet in einen unwirklichen und surrealen Charakter. Durch die invertierte Formgebung und synthetischen Klangwelten spitz sich das Thema auf zugleich kritischer und lustiger Art und Weise zu.

 

 

 

videostills "the thrill of shit"  

"the thrill of shit"

Das satirische Video "the Thrill of shit" entführt den Betrachter in die "Trash-Welt" der Freizeitparks und der Jahrmärkte. Der hypnotische Sog, kurze psychedelische Sequenzen mit schrägen und zugleich disharmonischen Tönen, ninterläßt den Betrachter mit dem Wunsch, immer mehr sehen, bzw. erleben zu wollen. Die Videocollage, besteht zum Teil aus von der Künstlerin nachträglich bearbeiteten freigestellten Amateurvideos vom Internet , also von den Besuchern der Freizeitparks und Jahrmärkten aus erster Hand.

 

videostills "the elows"  



"the elows"

 

Die ELOWS, psychedelische Wesen, reisen durch die Dimensionen. Sie stehen für das Sein, leben in ihrer selbsterschaffenen Umgebung, die sie stets aufs neue in ein Form - und Farbenmeer verwandeln. Verschmelzung und Entzweiung, Freiheit und an Grenzen stoßen, Gemeinschaft und Isolation - letztendlich kommen sie immer wieder im Hier und Jetzt an und erleben ihren Frieden - Grundrecht eines jeden ELOW. 

Im Kern liegt der Gedanke, die Manifestation erfolgt im Bild und der Gestalt.